Die Senfkörner im mittelalterlichen Schlaraffenland von Burg Blankenheim
 


Das diesjährige Ziel des Vater-Kind-Wochenendes der Senfkörner war die Jugendherberge Burg Blankenheim in der Eifel.

Zu Beginn gab es das obligatorischen Gruppenbild vorm Kirchenportal.
Das verwaiste Pfarrhaus sorgte für etwas Wehmut, konnte aber die Vorfreude auf das Kommende nicht lange trüben.
Gegen 19:00 Uhr traf der Tross aus 5 vollgepackten Autos in Blankenheim ein.
Nach einer kurzen Besichtigung der Schlafgemächer ging es sofort zum Essen in den Knappensaal.
Mit einem Aufzug wurden Speis und Trank direkt in den Knappensaal geschickt.
Nachschlag gab es auch per Aufzug....leere Schlüsseln rein, Aufzug in die Küche schicken, kurze Zeit später kam der Nachschlag nach oben gefahren.
Genauso erging es auch dem dreckigen Geschirr...ab auf den Wagen, in den Aufzug geschoben und Knöpfchen gedrückt....und vor dem nächsten Essen stand wieder alles sauber aufgereiht im Geschirrschrank.
Ein wahres Schlaraffenland!
 
Nach Aufteilung der Schlafgemächer und dem Beziehen der Betten begann das gemütliche Zusammensein im Knappensaal.
Bei Chips, Flips, Gummibärchen, Sprudel, Limonade und dem ein oder anderen geistigen Getränk wurden je Menge Lieder „gesungen“.
Im Nachhinein betrachtet wurde es für die Knappenjugend eine sehr kurze Nacht.
Als die letzten Väter müde des Gesanges und voll der „geistlichen“ Getränke zu Bette sanken, war im Jungknappenzimmer immer noch Gelage angesagt.....
 
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Archäologie.....
Nachdem der Fahrzeugkonvoi sich in Nettersheim beim Naturkundehaus wiedergefunden hatte (irgendwie waren zu viele Römer in der Stadt) machten wir am Anfang eine kleine Zeitreise in die Mitteldevonzeit ca. 350 Mio. Jahre in die Vergangenheit der Eifel.
Zu dieser Zeit gab es noch keine Kontinente und die Eifel bildete den Meeresgrund für das Mitteldevon-Meer. Durch das Auffalten der obersten Erdschichten entstand dann die Eifel als Gebirgszug. So kommt es, dass wir heute auf einer Höhe von ca. 400 Metern über N.N. Meeresfossilien sammeln können.
Die Werkhäuser des Naturkundehauses waren unsere erste Station.
Damit wir überhaupt wussten wonach wir Ausschau halten sollten, bekamen wir eine Kurzunterrichtsstunde in Fossilienlehre.
Kopffüßler, Kalkschwämme, Seelilien.......
 
Kurze Zeit später standen wir dann auf dem Fossilienacker.
Kaum 1 ½ Stunden später waren wir alle im wahrsten Sinne des Wortes: steinreich.
Der gesammelte Reichtum wurde in Beuteln und kurze Zeit später in den Autos sicher untergebracht.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit Verspeisen der Lunchpakete ging es dann unter vereinzelten Kinderprotesten auf den Naturerlebnispfad.
Dieser sollte uns in einer ca. 6 km langen Runde über verschiedene Stationen (Baumwipfelweg, Abenteuerspielplatz, Römerweiher, Duft- und Barfußpfad) wieder zum Naturkundehaus bringen.
Leider verhinderte ein kurzer Abstecher zum Matronenheiligtum in einer altrömischen Tempelanlage, dass wir den Naturlehrpfad erleben konnten.
Nach gefühlten 100 Kilometern Asphaltierten unter blauem Himmel in gleißender Sonne war jeglicher Unternehmungsgeist aus uns gewichen.  
Außerdem näherte sich rapide die Zeit des abendlichen Grillgelages an der Jugendherberge.
Also Heim an den Grill.
 
Ein Häufchen Unverzagte nutzten die Zeit bis der Grill glühte, um im Dorf Blankenheim die Ahrquelle zu besichtigen. 120 Treppenstufen nach unten und wieder nach oben.
Zur Belohnung gab es dann beim einheimischen Eifelitaliener für alle ein Eis.
Von diesem kleinen Abstecher „gestärkt“ wurde nun die Grillhütte besetzt.
Bevor aber der Grill richtig in Fahrt kam, fand noch ein kleines „Ja-wo-ist-denn-der-Ball-Spiel“ Kinder gegen Väter statt.
Beim Stande von 1:1 wurde das Gestochere und Getrete wegen absoluter Dunkelheit beendet (einige Schatten hatten sich im Volleyballnetz verfangen und die Gefahr, ein Kind einer anderen Gruppe am nahen Lagerfeuer abzuschießen, war einfach zu groß).
 
Als sich die Außentemperaturen langsam aber sicher dem Gefrierpunkt entgegenarbeiteten, wurde der gemütliche Abend im Knappensaal fortgesetzt.
 
An diesem Abend war es die holde Weiblichkeit, die nur unter extremer Stimmbandreizung zur Nachtruhe bewegt werden konnte.
Das Jungknappenzimmer hingegen war sehr schnell ins Reich der Träume übergewechselt.
 
Der Sonntagmorgen begann in ungewohnter Hektik: aufstehen, waschen, Betten abziehen, Kofferpacken......
Im Anschluss an das Frühstück hieß es dann Abschied nehmen von Burg Blankenheim.
 
Die Rückfahrt führte uns dann über „Das Haus der Geschichte“ in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn.  Dort gab es dann eine weitere geballte Ladung an Geschichte.
Die Bundesrepublik Deutschland von den Nachkriegsjahren bis zur Bundestagswahl 2005.
Sehr interessant und informativ, doch bei dem Ein oder Anderen war die Speicherkarte voll.
 
Gegen 14:30 Uhr traten die Senfkornkinder und -papas den Heimweg nach Dinslaken an.
Traditionell wurde das Vater-Kind-Wochenende mit einem Eis auf dem Altmarkt beendet. Dort konnten am Nachmittag alle erschienen Mütter ihre Kinder wieder in die Arme schließen.
 
Unser aller Dank gilt dem Wettergott für zwei herrliche Tage Sonnenschein und dem Organisationsteam für das nerven- und schuhsohlenaufreibende Wochenendprogramm in der Jugendherberge Burg Blankenheim.
             


Senfkörner-Wochenende in der Villa Kunterbunt Xanten

        
Am 12.09. feierten die Senfkörner eine Premiere:
Das erste gemeinsame Senfkornfamilienwochende.
  
Ausgehend vom Wetter muss man zur Überzeugung gelangen, dass der Wettergott auch irgendwie ein Senfkorn ist. War noch der Freitag und der Samstagmorgen verregnet, so schaute am Samstagnachmittag schon mal die Sonne durch die Wolken. Abends verschwanden die Wolken sogar ganz vom Himmel. Am Sonntag war eitel Sonnenschein angesagt, so dass auch vereinzelt Sonnenbrillen getragen wurden.
 
Aber jetzt der Reihe nach……
 
Nach knapp 30-minütiger Fahrt war das Ziel, die Villa Kunterbunt in Xanten, erreicht.
 
Nach der Verteilung der Zimmer wurden in einer Gemeinschaftsaktion alle Betten gerichtet und bezogen.
Im Erdgeschoss gab es dann erstmal eine Stärkung zur Nacht.
Der erste Abend wurde dann traditionell mit viel Musik begangen.
Anschließend, im Taschenlampenlicht, durften alle der "Gute Nachtgeschichte" folgen.
Das magische Baumhaus entführte alle Zuhörer zu Cleopatra nach Ägypten.
Die eine oder andere Mumie wurde wieder eingefangen und die Helden der Geschichte mussten auch wieder aus der Pyramide herausfinden.
 
Die Senfkörner hatten eher das Problem in die Betten hineinzufinden.
So kehrte in manchen Zimmern kehrte erst kurz vor dem Morgengrauen Schlafruhe ein.
 
Mit müden Augen und leerem Magen begann der Samstag mit Kaffeekochen, Tischdecken, Wecken der letzten Schlafsüchtigen und dem Frühstück mit 160 frisch gebackenen Brötchen.
Nicht alle waren für das Frühstück gedacht. Da die nächste Nahrungsaufnahme erst für den Abend geplant war, wurden jede Menge Lunchbrötchen für den kleinen Hunger zwischendurch geschmiert.
 
Der Samstag stand ganz im Zeichen der alten Römer.
Zuerst stand ein ausgiebiger Besuch des neuen Römer-Museums auf dem Programm und danach wurde der APX gestürmt.
 
Das neueröffnete Römer-Museum hielt dem Ansturm der niederrheinischen Senfkornlegion aus Dinslaken locker stand und bot für jeden interessante Informationen und für die Kinder jede Menge zum An- und Ausprobieren.
Wir bequem sitzt es sich auf dem römischen Sattel?
Wie trägt sich eine altrömische Legionärswanderausrüstung?
Was sieht man, wenn der Gladiatorenhelm auf die Schultern drückt?
 
Neben Gladiatorenkämpfen in der APX-Arena, konnten beim Knochenschnitzer aus Rinderknochen Kettenanhänger verpfeilt werden und beim Schuhmacher Lederanhänger geschnitten und mit den verschiedensten Mustern "bestempelt" werden.
Teile der großen Senfkörner besuchten unterdessen die altrömische Taverne und probierten die dargebotenen altrömischen Getränke (Latte macciato, Kaffee crema, Fanta…).
Nachdem alle Knochen und Lederanhänger fertig gestellt waren, ging es durch die Labyrinthe zum neuen Wasserspielplatz.
Dort wurden aus großen Senfkörnern wieder ganz kleine wasserspielsüchtige Senfkörnchen, die mit den Senfkornkindern Dämme bauten und sich am fließenden und spritzendem Wasser erfreuen.
 
Bald drängte die Zeit, denn der nächste altrömische kulinarische Höhepunkt stand bevor:         das Gladiatorengrillen in drei Runden
 
Das Vorspeisenteam gab sich mit Salat, Datteln in Speck, Schinkenmelone, Brot, Kräuterbutter, Käsehäppchen, Vollkornbrot und Kräcker mit Kräuter- und Lachscreme, schon alle Mühe, den "Wettstreit" in der Vorrunde vorzeitig für sich zu entscheiden, da mancher Magen wegen fülle Gefühl und akuten Magennahrungsaufnahmestreik drohte, das eigentliche Grillen platzen zu lassen.  
Das Hauptspeisenteam versuchte dann mit selbstmarinierten frischen Bratwürsten, Grillkottlets, Spare Ribs, Bauchfleisch, Gemüse- und Zwiebelspieße an Brot mit Kräuterbutter der essenstechnisch bereits angeschlagenen Senfkörnerlegion in der zweiten Runde den Rest zugeben.
 
Erstaunlicherweise durfte auch das Nachspeiseteam noch die diversen Nachtischgerichte aufstellen ohne gelyncht zu werden.
Mit Schokoladenpudding, Mandarinenquark und Himbeeren in…….
 
Die nun esserprobte Senfkornlegion sank nun endgültig kulinarisch geschlagen in die verschiedenen Sitzgelegenheiten in Pippis Wohnzimmer.
Mit verschiedenen Wortspielen wurde die aufkeimende Müdigkeit aktiv bekämpft.
Dies gelang aber nicht allen Senfkörnchen.
Der ein und die andere sanken schlaftrunken hernieder und ruhte sich an Ort und Stelle aus während die Anderen wieder Mumien im alten Ägypten im Taschenlampenlicht jagten.
 
Aus unerfindlichen Gründen stellte sind die Nachtruhe relativ schnell und gleichmäßig ein.
 
Mit noch müderen Augen begann auch der Sonntag mit Kaffeekochen, Tischdecken, Wecken der letzten Schlafsüchtigen und dem Frühstück.
 
Nach dem Frühstück begann dann das Räumen der Zimmer, das Verpacken der Sachen in den Autos und die ersten Grobreinigungsmaßnahmen.
 
Danach ging es ab in den Xantener Dom zur heiligen Messe. Bestaunt wurden gleich am Anfang die fleißigen erwachsenen Messdiener, die tatkräftig die Glocken nur mit Muskelkraft zum Klingen brachten.
Während der Messe wurden alle Senfkörnchen und alle anderen anwesenden Kinder in die "Sonntagsschule" eingeladen. Eine Ordensschwester, die die Kollekte einsammelte wurde von einigen Senfkörnern dabei tatkräftig unterstützt.
 
Danach wurde bei strahlendem Sonnenschein auf dem Marktplatz Eis gegessen. Erstaunlicherweise wurde bereits wieder die ersten größeren Gladiatoren-Eisbecher restlos geleert.
 
Die Fußtruppen machten sich eisgestärkt auf zum Rückmarsch zur Villa Kunterbunt.
Der Rest brachte die Streitwagen und die Fusstruppenunlustigen wieder zur Villa Kunterbunt um die restlichen Reinigungs- und Aufräumarbeiten zu erledigen.
Die Fußtruppe legte an der Südsee noch eine kleine Besichtigungspause ein.
SANDKUNST hieß die Skulpturenausstellung.
Alle Skulpturen waren nur aus Sand geformt.
Sonnenschein und Sand luden die kleinen Senfkörner zum buddeln ein.
 
Nachdem alle Senfkörner sich wieder an der Villa Kunterbunt eingefunden hatten, gab es zum Abschluss ein Reste-Picknick im Freien.
So musste keiner hungrig die Heimreise antreten.
 
Erschöpft, aber voller schöner Erlebnisse endete damit bei Sonnenschein der Senfkörnerausflug.
 
Aber nicht traurig sein, vielleicht wird es ja zukünftig neben dem Vater-Kind-Wochenende auch ein Senfkornfamilienwochenende geben.

Wer weiß, wer weiß……..

 

 







 


Vater-Kind-Wochenende in der DJH Burg Monschau
Am 22.05. (Fronleichnam) war es mal wieder soweit:
Nach unserer Fronleichnamsprozession ging es für die Senfkornkinder und –väter auf in das lange geplante lange Wochenende.
Nach knapp zweistündiger Fahrt war das diesjährige Ziel, die Burg Monschau, erreicht.
Bereits vor der Zimmerverteilung waren die ersten noch vorsichtigen Erkundungsmutigen in und unter den „Burgruinen“ unterwegs.
Ein kompletter Wehrgang an der Talseite und viele mit Gängen verbundene Burgtürme luden zu einem abenteuerlichen verweilen ein.
Im Gruppenraum, dem Rittersaal im Erdgeschoss, gab es dann erstmal ein Abendessen, bevor der erste Abend mit viel Musik und vielen Erkundungsgängen innerhalb der Burg endete.
In manchen Zimmern verlosch das letzte Licht erst kurz vor dem Morgengrauen.
Am ersten Tag stand vormittags die Monschauer Stadt-Rallye auf dem Programm.
In drei Gruppen wurde die Stadt Monschau erkundet, nach Gebäuden und Brunnen gesucht, Baujahre von Bauwerken erraten.
Nachmittags gab es dann die Besichtigung der Kaffeerösterei.
Für jeden Kaffeetrinker war diese Besichtigung ein Aromaangriff auf die Nase, dem man nur sehr schwer widerstehen konnte.
Die Gebrüder Maassen zeigten uns, wie Kaffee geröstet wird und wie eine „rohe“ Kaffeebohne aussieht.
Der gesamte Röstvorgang wurde teetrinkergerecht vorgeführt und sehr anschaulich erklärt.
Vor dem nächsten Programmpunkt, der Glasbläserhütte durfte sich jeder noch mal auf einem schönen Spielplatz austoben. Da wurden sogar erwachsene Senfkörner wieder zu großen Kindern.
Die Vorführung der Glasbläser wurde von den Kindern trotz sengender Hitze (im Ofen waren ca. 1.280 Grad und wir saßen in den ersten beiden Reihen) in ein senfkorninternes Ratespiel umfunktioniert.
Was wird aus dem nächsten glühenden Glasklumpen?
Als die Vorführung beendet war strebten wir durch den riesigen Verkaufsladen mit allen möglichen gläsernen Kunstwerken Richtung Frischluft.
   
Für den Samstag standen der Besuch der Senfmühle und die Sommerrodelbahn auf dem Programm.
Um den Tag auch gut zu überstehen, wurden in fließbandartiger Aufgabenverteilung kräftig Brötchen und Brote geschmiert und verpackt, sowie Getränke und Obst  verstaut. Damit die Lunchpakete  nicht den ganzen Weg geschleppt werden mussten, gab es einen Rucksack-Shuttle-Service.
Die Besichtigung der 125 Jahre alten Senfmühle war aufgrund der vielen ätherischen Öle wieder ein  Frontalangriff auf Nasen und Augen.
Der Weg vom Senfkorn zur Senfpflanze und schließlich zum Senf wurde erklärt und der „Ursenf“ vor unseren Augen gemahlen. Dieser durfte natürlich nach Herzenslust probiert werden, wobei sich der Andrang nach  anfänglicher Euphorie schnell legte.
Im Anschluss an den Ursenf durften auch noch die anderen insgesamt 21 Senfarten der Senfmühle Monschau verkostet werden….Riesling-Senf, Tomaten-Senf, Chilli-Senf, Honig-Senf, Kaiser-Senf… nach Auskunft der Führerin alle bestens geeignet um bei Männern mit schütterem Haar die Wurzelbildung  der selbigen kräftig an zu kurbeln. Und tatsächlich waren einige Väter nach der Besichtigung der Meinung, der Senf wirkt.
Nach der Besichtigung begann der Marathon-Marsch zur Sommerrodelbahn nach Rahren.
Über Stock und Stein und nicht unbedingt christlichen Liedern kämpfte sich die Fußtruppe an das Ziel heran.
Der Rucksack-Shuttle-Service nutzte die Wartezeit (schon mal) für eine kurze Probefahrt auf der Rodelbahn und versorgte sich schon mal mit Mehrfachfahrkarten.
Leider wurde der Himmel immer grauer und es fielen auch schon die ersten Tröpfchen aus der Wolkendecke, so dass die Rodelbahn mehrfach geschlossen wurde.
Als die Fußtruppen am unteren Ende der Rodelbahn ankamen, wurden die kleinsten Wanderer freundlicherweise mit einem Rodelbob nach oben gezogen.
Danach dauerte es immer noch 30 Minuten bis die restliche Fußtruppen oben am Berg angekommen waren.
Nach dem Eintreffen wurde ein ausgiebiges Picknick abgehalten um wieder zu Kräften zukommen und den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
 
Bedauerlicherweise lief uns nicht nur die Zeit davon, sondern es fing wieder an zu regnen und die Rodelbahn blieb geschlossen.
Auf der Rückfahrt wurde der Rucksack-Shuttle-Service auch zur Rückfahrgelegenheit für die kleinsten Senfkörnchen .
Kaum das der Shuttle seine Rückreise antrat, hörte zum Wohlgefallen aller Rückwanderer der Regen auf und so war die heiß begehrte Sommerrodelbahnfahrt der willkommene Beginn  des weniger geliebten langen Abstiegs nach Monschau.
Zurück in der Jugendherberge wurde nach einer kurzen Erholungsphase ein nahrhaftes warmes Essen aufgefahren.
So gestärkt konnten wir der letzten Herausforderung, der „Burggeschichte und der Eselsturmbegehung“, gegenüber treten.
Und wieder ging es in einem engen, dunklen und muffigen Gang ganz viele unebene Stufen in die Tiefe.
Unten angekommen begann sofort die Suche nach der dort eingemauerten Antonia, die als vermeintliche Hexe mit roten Haaren für die fehlenden Steuereinnahmen des wütenden Grafen herhalten musste.
Der Weg zurück ans Tageslicht konnte nur unter vernehmbarem Stöhnen der arg geschundenen Beine zurückgelegt werden.
In der Jugendherberge wurden aus einer mittelalterlichen Tupperschüssel Knochenreste aus dem Mittelalter präsentiert.
Diese wurden von unseren Knochenexperten sofort an den ursprünglichen Kopf- und Körperstellen platziert.
Da im Anschluss an die Burggeschichte und der Knochenbesichtigung noch nicht ans  Bett zu denken war, versammelten wir uns im Rittersaal bei Kerzenlicht. Dort  wurden die ersten Kapitel der „Knicker Bocker Bande“ – Der Geisterreiter – vorgelesen.
Der Sonntagmorgen begann mit ungewohnter Hektik.
Es mussten Betten abgezogen werden, Koffer gepackt werden und die Autos befüllt werden.
Im Anschluss ans letzte Frühstück ging es für uns wieder einmal die Treppen nach Monschau herunter.
Im Pflegestift von St. Mariä Geburt waren wir mit Pfarrer Stoffels zum Monschauer Fronleichnamsgottesdienst verabredet. Die Senfkörner durften die Fürbitten vortragen.
Nach Beendigung des Gottesdienstes wurde die Fronleichnamsprozession durch Monschau zelebriert.
Sehr zur Erleichterung der Kinder stiegen wir aber ein letztes Mal die Treppen zur Burg empor, bestiegen unsere Autos und machten uns auf den Weg nach Dinslaken.
Die Familienzusammenführung mit den Senfkornmamas wurde beim Eisessen auf dem Dinslakener Altmarkt begangen.
Erschöpft, aber voller schöner Erlebnisse und mit zum Teil schmerzenden Beinen endete damit bei herrlichem Wetter unser diesjähriges Vater-Kind-Wochenende.
Aber nicht traurig sein, im September geht es ja wieder mit allen Familienmitgliedern in die Villa Kunterbunt nach Xanten.


 



Vater-Kind-Wochenende der Senfkörner auf der Freusburg

 

Am 17.08.2007 war es endlich wieder soweit:
Die Kinder und Väter der Senfkörner verbrachten ein Wochenende in der Jugendherberge auf der Freusburg im Siegerland.
 
Freitag um 17:00 Uhr ging es vom Treffpunkt, der Kirche St. Jakobus, nach dem obligatorischen Gruppenfoto über die A 42 und die A 45 ins Siegerland.
 
Gegen 19:00 Uhr waren alle Anreiseschwierigkeiten, Serpentinen und 22%-igen Steigungen bewältigt (manche Autos wollten einfach nicht zur Freusburg).
 
Die ersten Erkundungsrunden wurden gedreht.



    


 
Nach dem Vertilgen des mitgebrachten Abendsnacks und beziehen der Zimmer begann der gemütliche Teil des Abends.
Es wurde gesungen und auch das eine oder andere Bewegungslied durfte nach der langen Fahrt nicht fehlen.
So wurde der Dackel Waldemar ausgiebig Gassi geführt und selbstverständlich auch die liebe Laurentia gebührlich besucht.
Im Anschluss an die gemeinsame Gute-Nacht-Geschichte durften die Kinder ihre Zimmer
bevölkern. Dort gab es verschiedene Geschichten von mitgebrachten CDs.
 
Nach einer (sehr)  kurzen Nachtruhe ging es am Samstag nach dem gemeinsamen Frühstück auf zur Waldrally.
Über Stock, Stein und teilweise morastigem Boden ging es anhand eines Fragebogens durch den schönen Wald des Siegerlandes.


 
Nach ca. 1,5 Stunden waren alle Fragen beantwortet und der mitgeführte Bollerwagen, ganz nebenbei, mit Feuerholz für das abendliche Lagerfeuer gefüllt.
 
Zurück auf der Freusburg wurde eine kurze Verschnaufpause eingelegt.
Hände gewaschen, Schuhe gewechselt.
Kuchen gegessen und ganz nebenbei ein neues Wortspiel kreiert.
 
Bewaffnet mit Lunch-Paketen ging es auf zum nächsten Reisehighlight: dem Druidenstein.
 
Von einem abgelegenen Waldparkplatz ging es über einen schönen, aber auch recht steilen Waldkreuzweg zum Druidenstein, auf 431 m Höhe.

                 
 
Nach dem Picknick am Fuße des Basaltkegels wurden die ersten zaghaften Kontakte zu einer polnischen Jugendreisegruppe geknüpft.
 
Ein kleines Fußballspiel zwischen den Kindern und schnell waren alle Sprachbarrieren mit Freundlichkeit und Offenheit überwunden.
Mit englischen Worten, viel Zeichensprache und guter Laune wurde gemeinsam im Kreis gelaufen.
Wie heißt Plumpssack auf Polnisch oder wie erkläre ich das Bewegungslied "Mein Dackel Waldemar und ich…"?
 
Spaß und Freude vereinte Menschen. Gegenseitige Tanzdarbietungen wurden mit viel Applaus und Bewunderung belohnt.


 
Zurück auf der Freusburg wurden alle Vorbereitungen für das abendliche Lagerfeuer und das Grillen getroffen.
In lustiger Runde wurden die Würstchen gegrillt und das Lagerfeuer entzündet.


 
Im Laufe des Abends gesellte sich noch eine weitere Gruppe mit Kindern zum Lagerfeuer.
Das bereits etwas niedergebrannte Lagerfeuer wurde mit frischem Brennholz aufgefüllt und von den Kindern umringt und kräftig angeheizt.
Gemeinsam sangen wir dann Lieder zu Gitarrenklängen.
Selbstverständlich ging auch hier wieder "Mein Dackel Waldemar und ich…" Gassi.
Zu fortgeschrittener Stunde kam es noch zu der einen oder anderen spontanen mehr oder minder freiwilligen Duschorgie nach deren Abschluss die betroffenen Kinder den richtigen Betten zugeordnet werden konnten.
 
In der noch bis spät in die Nacht tagenden Väterrunde wurden schon die Planungen für das nächste Vater-Kind-Wochenende in Angriff genommen.
Die folgende Nachtruhe war für alle wohlverdient.
 
Nach einem kargen Sonntagsfrühstück wurden alle Zimmer geräumt und die Autos gepackt.
Schweren Herzens hieß es dann Abschied nehmen von der Freusburg.
 
Die Fahrt Richtung Dinslaken wurde in Lüdenscheid für einen Besuch der Phänomenta unterbrochen. Dort konnten die Kinder Physik zum Anfassen erfahren und die Väter wieder zu Kindern werden.
 
Ob Elektrizität oder Magnetismus, optische Illusionen oder akustische Täuschungen:
Manche Dinge sind verblüffend einfach und andere einfach verblüffend!


 
Nach einem ca. 2 stündigem Aufenthalt hatten alle nur noch ein Ziel….Dinslaken.
 
Am Sonntagnachmittag trafen alle Kinder und Väter wohlbehalten, glücklich aber erschöpft wieder zu Hause ein.
 




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